SoulFood

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Re: SoulFood

Beitrag von Soul » vor 4 Monate

02.02.2010

OMFE III, Kapitel 6: Dan Tha Man

A Mighty Heart (2007)

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Nach "Changeling" nun bereits der zweite Film in dem mich die Jolie überzeugen konnte, auch wenn ich ihr und mir mit der Synchro sicherlich keinen all zu großen gefallen getan habe. Ihren Akzent fand ich dann doch irgendwo unpassend, sogar ein klein wenig nervig. Trotzdem trübt das natürlich ihre gute Leistung nicht, zumal sie ja ohnehin nichts dafür kann. An dieser Stelle seien auch gleich die anderen Akteure und ihre überaus soliden Darstellungen gewürdigt. Der Film ansich ist sehr Dialoglastig, hat keine großen Schauwerte zu verzeichnen und trotzdem ist das Ganze alles andere als zäh oder gar langweilig. Das liegt bestimmt an der recht interessanten Thematik aber vorallem an der guten Regiearbeit bzw. Inszenierung, welche, obwohl eigentlich nie wirklich viel passiert, enorm spannend ausfällt. Vielleicht gerade weil nicht viel passiert. Weil man eben so im dunklen tappt, alles so schwierig und undurchsichtig ist. Diese ganzen Recherchen, die Aufopferung aller Beteiligten, das Puzzeln - nimmt den Löwenanteil der Laufzeit in Anspruch und ist gleichzeitig die große Stärke des Films. Warum am Ende dann nicht mehr Punkte bei rum kommen ist schwierig zu erklären. Das ist einfach ein Film den ich mir, und da bin ich absolut sicher, kein zweites mal ansehen will und werde. Warum? Weil er mir einfach zu wenig gibt. Solch Werke sind halt nicht der Grund warum ich dem Medium Film so verfallen bin. Vielleicht einfach zu nüchtern das alles. Interessant und doch uninteressant. Spannend und doch nicht spannend genug. Nicht langweilig aber am Ende eben doch nur ein Film mit dem Prädikat, ist vielleicht jetzt ein bisschen hart ausgedrückt, "keine Zeitverschwendung". Ich will weinen, ich will lachen, will staunen oder vor Anspannug platzen. Ich will das es kracht und knallt oder mich in Bildern und Musik verlieren. Ich will mich mitreissen lassen, eingenommen werden, mich ekeln oder Wut empfinden. Ich will Emotion, will Magie, will KINO! Und sicherlich lößt der Film das ein oder ander auch aus, es sprühen kleine Funken aber ein Feuer wird deswegen noch lange nicht entfacht. Ich erkenne die gute Arbeit an, das ist aber dann auch schon so ziemlich das einzige was ich tun kann. Leider. Sorry, Dan. Einmal für die Verspätung und einmal für die dürftigen und warscheinlich nicht so ganz nachvollziehbaren Erläuterungsversuche... auch wenn die schlussendliche Bewertung, zumindest meiner Auffassung nach, alles andere als schlecht ausfällt.



Punkte: 6,5/10 (für OMFE 7/10)
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Re: SoulFood

Beitrag von Soul » vor 4 Monate

05.02.2010

OMFE III, Kapitel 7: A to the R to the G to the O

Mein liebster Feind (1999)

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Hab grad so gar keine Lust, Muse und Kraft hier groß was zu Papier zu bringen, deswegen nur kurz in Stichpunkten:

+ Der herrliche Wutausbruch am Set von Fitzcarraldo, der zwar schon bekannt aber dennoch immer wieder schön anzusehen und vorallem anzuhören ist.

+ Die Szenen in denen man glauben könnte Herzog und Kinski wären immer ein Herz und eine Seele gewesen oder auch Kinski+Schmetterling oder Kinskis Reaktion auf dem Schiff als der Unfall mit der Hand passiert usw. usf.

+ Teils nette Einblicke in die Person Kinskis und in welch "ungewöhnlicher", um es mal milde zu formulieren, Beziehung er zu Herzog stand und anders herum.

- Das Material aus den Filmen ihres gemeinsamen Schaffens war nicht unbedingt eine Bereicherung für die Doku

- Ein bisschen zu viel Gerede von Herzog (hat übrigens einen sehr monotonen, fast einschläfernden Sprachgebrauch) und zu wenig Archivmaterial (wenns welches zu sehen gibt, ist dies dafür aber immer recht spannend)

Fazit: Im Endeffekt ganz interessant, mit dem ein oder anderen Lichtblick aber im Großen und Ganzen irgendwie zu unspektakulär.



Punkte: 6/10
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Re: SoulFood

Beitrag von Soul » vor 4 Monate

05.03.2010

OMFE III, Kapitel 8: Verdammt Juuuut!

Frost/Nixon [2008]

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Joa, hat mir außerordentlich gut gefallen dieses Filmchen. Kein Meisterwerk aber verdammt unterhaltsames, spannendes und gekonnt inszeniertes "Polit"-Kino, welches durch seine zwei grandiosen Hauptakteure zu einem wirklichen Fest für Anhänger gehobener Schauspielkunst wird. Auch in den Nebenrollen bestens besetzt und zu keiner Sekunde langweilig. Danke, VJ.

Punkte: 8/10

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OMFE III, Kapitel 9: T zu dem S

Vals Im Bashir [2008]

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Audiovisuell sehr ansprechend umgesetzt und in seiner Thematik definitiv interessant, konnte mich der Film jedoch nicht über die gesamte Spielzeit für sich einnehmen. Keine Ahnung woran es nun genau lag. Den kleinen Kniff, am Ende von Animation in die Wirklichkeit zu springen, fand ich extrem gelungen. Wirkungsvoll!

Punkte: 7/10
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Re: SoulFood

Beitrag von Soul » vor 4 Monate

26.03.2010

OMFE III, Kapitel 10: Pitt-Stop!

Ta'm e guilass (1997)

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Hmm... was soll ich da jetzt schreiben? Der Film ist sicherlich nicht schlecht, hat neben den im allgemeinen sehr authentisch wirkenden Akteuren einen hervorragenden Hauptdarsteller zu bieten, schneidet ein aüßerst interessantes Thema an und doch musste ich wirklich mit mir kämpfen nicht einzuschlafen. Der Film ist teilweise wirklich so öde wie die trocken sandige Landschaft die einem hier zu 98% präsentiert wird. Am Anfang ist das alles noch recht spannend. Man hat keinen schimmer warum unser Protagonist durch die Gegend fährt, warum er wildfremde Menschen anspricht, was er will, wonach er sucht. Zu Beginn ein großes Fragezeichen und man stellt die wildesten Vermutungen an. Ab dem Augenblick wo man weiss was abgeht verliert der Film zunehmend. Die ersten Gespräche sind noch recht interessant, die verschiedenen Ansichten auch aber die Art und Weise wie sie einem Vorgetragen werden ist schlicht ermüdend, so gar nicht unterhaltsam und nur wenig spannend. Hat mir wenig bis garnichts gegeben der Streifen.



Punkte: 5/10
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Re: SoulFood

Beitrag von Soul » vor 4 Monate

09.04.2010

OMFE III, Kapitel 11: Fenri

Black Rain (1989)

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Ich mag den Douglas nicht besonders, ist mir irgendwie unsympathisch und dennoch liebe ich ihn in Falling Down oder The Game.... is wohl sowas wie ne Hassliebe, welche schwierig rational erklärbar ist. Egal. Mit Black Rain gibt es jetzt einen Dritten im Bunde. Fand den Film äußerst unterhaltsam. Er kann zwar den beiden erstgenannten nicht wirklich das Wasser reichen, besitzt aber einen gewissen Charme dem ich mich über die gesamte Spielzeit nicht entziehen konnte. Ken Takakura spielt seine Kollegen aus Hollywood spielend an die Wand... super Typ. Liegt vielleicht auch an meinem Faible für japanische Traditionen, Gepflogenheiten und Ehrgefühl... er verkörpert das alles auf sehr sympathische Art und Weise, auch wenn dieser ganze Ost-West-Kontrast in manchen Szenen ein wenig zu dick aufgetragen wirkt. Ohne Klischees gehts dann halt doch nicht aber das hat mich hier nicht wirklich gestört. Die Geschichte ist recht spannend und hält einen, wie bereits erwähnt, ordentlich bei Laune. Gehobenes Mittelmaß.



Punkte: 6,5/10 (für OMFE 7/10)
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Re: SoulFood

Beitrag von Soul » vor 4 Monate

12.07.2010

Yip Man 2 (2010)

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Der zweite Teil um Bruce Lee´s Mentor macht genau da weiter wo der erste aufgehört hat. Storytechnisch aber vor allen Dingen, und das ist viel wichtiger, auch auf die Fresse-technisch. Die Kampfsequenzen sind wieder sehr schön anzusehen, wunderbar choreografiert und auf die fast schon unmenschliche Überlegenheit von Ip Man (vom finalen Fight vielleicht mal abgesehen) steh ich auch irgendwie. Was die Geschichte angeht ist man nicht wirklich viel weiter gekommen... die ersten Schüler werden trainiert, die Feinde sind nun nicht mehr die Japaner sondern die bösen Briten - jo, das wars auch schon im groben. Klar, ein wenig mehr gibts dann doch aber im Grunde wirkt Teil 2 wie ein Aufguss des ersten, eben nur mit neuem Feindbild. Nicht das es mich jetzt groß stören würde aber ein wenig mehr Story, Charakterisierung, Tiefe hätte es dann schon sein dürfen. So bleiben einem am Ende fast nur die großartigen Kämpfe, in denen aber keiner so heraussticht wie beispielsweise der Kampf gegen die 10 Japaner im ersten (höchstens die Sequenz mit dem gern gesehenen Sammo Hung kommt da ein Stück weit ran). Auch der Endfight kann mit dem im ersten nicht unbedingt konkurrieren, was aber in erster Linie wohl dem Gegner und dessen Kampfstil geschuldet ist. Nichtsdestotrotz (<-- Kackwort!) ein äußerst unterhaltsamer Streifen den ich mir sehr gerne angesehen habe.



Punkte: 7/10
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Re: SoulFood

Beitrag von Soul » vor 4 Monate

08.06.2011

Limitless (2011)

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Was eine freudige Überraschung! Als mir ein Kollege damals den Trailer zeigte war ich nicht sonderlich angetan, suggerierten mir die Filmfetzen doch alt bekanntes Hollywoodgedöns das mich noch nie sonderlich interessiert hat... tja, hab mir den Trailer gerade nochmal zu Gemüte geführt und muss mir selbst eingestehen das ich damals gesehenes wohl mehr als nur passiv auf mich niederprasseln lies. Nicht das der Trailer jetzt sonderlich toll wäre, denn das dabei solch ein gelungener Film raus kommt erwartet man mitnichten aber is ja auch völlig wurscht denn ich bin ja nicht nur aufgrund der Tatsache, das mein Hirn mir ein kleinen streich gespielt hat so überrascht vom Endergebnis, sondern schlicht weils einfach ein ziemlich cooler Streifen geworden ist.

Bradley Cooper ist ein extrem sympathischer Zeitgenosse den ich sehr gerne sehe und wenn er zu dem kleinen Bonus den er also ohnehin schon sicher hat, seine Rolle auch noch mit solch einer Gelassenheit, charmant und vor allen Dingen überzeugend runterspielt dann ist dahingehend schon mal alles perfekt. Gerade gelesen das Shia LaBeouf eigentlich für die Rolle des Eddie Morra vorgesehen war... urgs... es gibt also doch einen Film-Gott, puh. Robert De Niro ist nettes Beiwerk, nicht mehr nicht weniger. Aber lieber ein Hochkaräter wie ihn an Bord als jemand anderen.

Der Film selbst erinnerte mich in gewissen Szenen an 39,90, nicht thematisch aber so die ein oder andere Spielerei oder Kameraeinstellung oder ganz exemplarisch die ersten Minuten z.B. liessen mich unweigerlich an den grandiosen Franzosen denken. Eddie Morra ist ein abgewrackter Schriftsteller der nichts zu Papier bringt und auch sonst wenig bis gar nichts auf die Reihe bekommt, da ist es natürlich praktisch wenns eine kleine durchsichtige Pille gibt die schlagartig vollen Zugriff aufs eigene Gehirn ermöglicht - anstatt 20% plötzlich 100% nutzen. Geilo! Allein dieses Grundgerüst und selbstredend erst recht die Möglichkeiten die sich durch dieses nun auftun reichen aus um einen über die gesamte Laufzeit bei der Stange zu halten und bestens zu unterhalten. Dabei ist es auch völlig egal ob es sich hierbei nun um einen Mythos handelt oder nicht denn es lässt einfach so schön viel Raum für tolle Ideen, welche Regisseur Neil Burger mehr als nur ansprechend verpackt an den Mann bringt. Es wird quasi eine Art "neuer" Superheld erschaffen und es macht mächtig spaß seinen Aufstieg mitzuverfolgen. Die Inszenierung ist topp, ebenso die schönen, vielleicht nicht unbedingt innovativen aber nichtsdestotrotz (<-- Kackwort!) kreativen und ihre Wirkung nicht verfehlenden (und darauf kommt es ja wohl an) Spielereien die hier und da eingestreut werden. Dazu noch Kommentare aus dem Off und nette Dialoge und schon ist der Soul mehr als befriedigt. Es ist bestimmt kein Überfilm, für viele wahrscheinlich wirklich nicht mehr als das wofür ich es damals auch hielt als ich den Trailer sah aber zumindest eine Chance sollte man dem Film schon einräumen, wer weiß, vielleicht erlebt der ein oder andere ja eine ähnliche Überraschung.



Punkte: 8,5/10
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