Once Upon A Time In The West

mondegreen
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Re: Once Upon A Time In The West

Beitrag von mondegreen » vor 1 Jahr

Gold
(Thomas Arslan, 2013)

Als ich ihn das erste Mal vor ein paar Jahren sah, störte ich mich etwas an der vorhersehbaren Handlung. Beim zweiten Mal wurde mir jetzt klar, dass es darauf nicht so sehr ankommt und daher nicht auf die Goldwaage gelegt werden sollte. Es geht um eine Reise, die auch eine Reise ins Innere der Protagonisten ist. Die Konfrontation mit der schier unendlichen Weite und Einsamkeit der Wildnis, die dem Zuschauer überzeugend vermittelt wird, lässt den Charakter der Figuren hervortreten. Der Film ist wie die Landschaft, die er zeigt, etwas spröde. Aber es lohnt sich, sich darauf einzulassen.

6,5/10

Gold
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Re: Once Upon A Time In The West

Beitrag von mondegreen » vor 1 Jahr

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The Homesman
(Tommy Lee Jones, 2014)

Zum zweiten Mal gesehen. An der Wertung der Erstsichtung hat sich nichts geändert. Gefällt.
Nicht ganz unähnlich wie "Das neue Land" wird die Neue Welt im Westen ganz unglamourös gezeigt. Hier sind es speziell die psychisch mitunter verheerenden Folgen auf die Pionierfrauen, die in den Blick gerückt werden. Hilary Swanks Figur ist das moralische Zentrum des Films. Tommy Lee Jones bildet das tragikomische Gegengewicht, ohne das "The Homesman" vielleicht zu bedrückend wäre.

7/10

The Homesman
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Re: Once Upon A Time In The West

Beitrag von mondegreen » vor 1 Jahr

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Slow West
(John Mclean, 2015)

Sehr "unamerikanisch" anmutender Film aus dem amerikanischsten aller Genres. Der Regisseur ist Schotte und gedreht wurde in Neuseeland. "Slow West" hat einen unleugbaren Indie-Touch. Wer Fan von "Dead Man" ist, sollte hier mal reinschauen. Kurzweiliger Film mit skurillen bis surrealen Momenten und einem erinnerungswürdigen Finale.

6,5/10

Slow West
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Re: Once Upon A Time In The West

Beitrag von mondegreen » vor 1 Jahr

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The Hateful Eight
(Quentin Tarantino, 2015)

Den ersten Part in der Kutsche fand ich ziemlich gut und vielversprechend. Wenn es dann in die Hütte geht und die Anzahl der Akteure steigt, wird es mit den vielen eloquenten Figuren auf engem Raum redselig. Der reizvolle kriminalistische Ansatz mit Charakteren, die nicht das sind, was sie auf den ersten Blick zu sein scheinen, wird dann leider zugunsten von wohl als "cool" intendiertem Rumgeballer mit hohem Blutgehalt vernachlässigt. Die Tarantino-Gemeinde goutiert es. Ich finde, hier wäre mehr drin gewesen.

6/10

The Hateful 8
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Re: Once Upon A Time In The West

Beitrag von mondegreen » vor 1 Jahr

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The Revenant
(Alejandro G. Iñárritu, 2015)

Tod und Auferstehung, passend zu Ostern gab ich mir "The Revenant". Damals im Kino hat er mich förmlich in den Sitz gedrückt mit seiner physischen Wucht. Es ist eine eindrucksvolle Tour de Force, und bei den Konfrontationen zwischen Mensch und Tier, Mensch und Mensch zuckte ich hier und da schon mal zusammen. Es ist schon einiges an "suspension of disbelief" vonnöten bei dem, was Leonardo di Caprios Charakter einstecken kann. Wenn man sich damit arrangiert, hat man ein sehr intensives Seherlebnis, das im Gedächtnis bleibt.

9/10

The Revenant
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Re: Once Upon A Time In The West

Beitrag von mondegreen » vor 1 Jahr

In a Valley of Violence
(Ti West, 2016)

Vielen Dank vorab an Wolfe, der mich auf diesen Film gebracht hat. Doch leider muss ich sagen, dass er mir nicht so gefallen hat. :/
Nach gefälligem Beginn und einem schönen Vorspann, der sich vor "Für eine Handvoll Dollar" verneigt, verflacht der Film schnell und wurde meiner Meinung nach mit zunehmender Spieldauer immer schwächer. Negative Höhepunkte: wenn Ethan Hawke zu morriconesken Klängen pathetisch Rache für seinen getöteten Hund schwört und alle Szenen mit James Ransone.

4/10

In a Valley of Violence
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Re: Once Upon A Time In The West

Beitrag von mondegreen » vor 1 Jahr

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The Sisters Brothers
(Jacques Audiard, 2018)
gesehen am 9.3.18

Gelungener und schöner Film, der versponnene, leise Momente stimmig mit gewalttätigen Ausbrüchen kombiniert (zwar nicht übermäßig brutal, aber die Freigabe ab 12 finde ich schon fragwürdig). Großes Plus sind die Schauspieler. Auf der einen Seite das Gespann Gyllenhaal/Ahmed, auf der anderen Seite das (ungleiche) Brüderpaar Reilly/Phoenix. Man folgt ihnen gerne auf ihrer Reise. Und wenn alle vier zusammenkommen und sie von einer besseren Gesellschaft träumen, merkt man, dass hier einfach die Chemie stimmt.

7,5/10

The Sisters Brothers
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Re: Once Upon A Time In The West

Beitrag von mondegreen » vor 1 Jahr

Kleines Nachwort

Im April 2016 habe ich diese Reihe gestartet. Ursprünglich hatte ich vor, 40-50 Westernklassiker innerhalb eines Jahres zu schauen. Meine Motivation war damals, in das Genre einzutauchen, Klassiker zu sehen und auch ein paar Vorurteile, die ich noch in mir hatte und die von werweißwoher stammen, zu beseitigen. Aus dem einen Jahr sind dann drei und aus den 50 Filmen ca. 250 geworden. Offensichtlich hat es mir viel Spaß gemacht, sodass ich irgendwann dazu übergegangen bin, nicht immer nur ins obere Regal zu greifen, sondern auch mal solide bis mittlere Kost zu probieren.

Wie es manchmal so ist, wird aus Leidenschaft Routine, und die "Kanonerweiterung" hat auch dazu geführt, dass die Begeisterung nicht mehr die des Anfangs war. Dennoch, die grundsätzliche Affinität ist geblieben, und das Wiedersehen mit einigen Filmen hat gezeigt, dass ich die Wertschätzung von einst beibehalten habe.

Da ich chronologisch vorgegangen und mit dem jüngst im Kino gelaufenen "The Sisters Brothers" in der Gegenwart angekommen bin, ist das Ende dieses Filmtagebuchs nunmehr erreicht. Es fühlt sich etwas komisch an, es zuzuklappen. Sicherlich gibt es noch viele Titel, die ich noch nicht gesehen habe oder nochmal sehen sollte, aber die Eindrücke werde ich woanders (und sei es nur im eigenen Kopf) festhalten.

Bleibt mir nur, mich bei allen zu bedanken, die mich mit Tipps, Meinungen und Filmen versorgt haben.

So long
mg
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