Once Upon A Time In The West

mondegreen
Regisseur
Regisseur
Beiträge: 263
Registriert: vor 4 Monate

Re: Once Upon A Time In The West

Beitrag von mondegreen » vor 4 Monate

Bild

The Train Robbers
(Burt Kennedy, 1973)

Es gibt Filme, da weiß man nach wenigen Minuten, dass sie nichts taugen, und es gibt welche, da weiß man nach kurzer Zeit, dass man an ihnen viel Vergnügen finden wird. Dieser gehört zur zweiten Kategorie. Es stimmt zwar schon, dass man den Charakteren in vielen Szenen dabei zusieht, wie sie durch die Gegend reiten. Dafür gibt es stimmige Personenporträts und gute Dialoge. Und der Twist am Ende ist auch sehr gelungen.

7,5/10

The Train Robbers



Das Lied von Mord und Totschlag [Los Amigos]
(Paolo Cavara, 1973)

Franco Nero und Anthony Quinn als ungleiches Agenten-Gespann, das einen Putschversuch in Texas verhindern soll. Schwankte für mich zu unentschlossen zwischen hartem Abenteuer und burlesker Buddy-Komödie. Und verlor sich zumeist in Neros Bett-Eskapaden in einem Bordell, in dem er seine Herzensdame findet.

5/10

Los Amigos



Ein Fremder ohne Namen [High Plains Drifter]
(Clint Eastwood, 1973)

Eastwoods erste Western-Regie zeigt, dass er viel von seinen Lehrmeistern gelernt hat. Der mysteriöse Namenlose hat viel mit Joe aus Leones Dollar-Trilogie gemein, ist aber zugleich stärker ins Mythische überhöht. Das wird in der Schlussszene deutlich, allerdings nur im Original, in der deutschen Synchro wird die Aussage verfälscht. Der Held als gleichsam überirdischer Rächer - das hat mich etwas an Eastwoods späteren Film "Pale Rider" erinnert.

7,5/10

High Plains Drifter
mondegreen
Regisseur
Regisseur
Beiträge: 263
Registriert: vor 4 Monate

Re: Once Upon A Time In The West

Beitrag von mondegreen » vor 4 Monate

Kid Blue
(James Frawley, 1973)

Dieser Streifen passt ganz gut in eine Reihe mit den unlängst gesehenen "Bad Company" und "Dirty Little Billy". Es ist zugleich eine Coming-of-Age-Geschichte. Dennis Hopper spielt einen jungen Outlaw, der bürgerlich werden will und sich in dem kleinen Western-Städtchen Dime Box niederlässt. Auch Dime Box wird zusehends zivilisiert. Symbol dafür ist eine ortsansässige Fabrik, in der patriotische Aschenbecher hergestellt werden. Der Film folgt seinem Anti-Helden bei seinen Versuchen, anständig zu werden. Dies ist heiter anzuschauen, auch wenn ich den Eindruck hatte, dass der Film im letzten Drittel etwas nachlässt (kann aber auch damit zusammenhängen, dass ich dieses erst nach einer mehrtägigen Unterbrechung gesehen habe, ohne das Ganze nochmal von vorne zu schauen).

6/10

Kid Blue
mondegreen
Regisseur
Regisseur
Beiträge: 263
Registriert: vor 4 Monate

Re: Once Upon A Time In The West

Beitrag von mondegreen » vor 4 Monate

Bild

Pat Garrett & Billy the Kid
(Sam Peckinpah, 1973)

Vor ein paar Wochen habe ich "Dirty Little Billy" gesehen, der eine Art Prequel zum Billy-the-Kid-Mythos ist. Heute würde man vielleicht von einer Origin-Story sprechen. Interessanterweise endet DLB so ähnlich wie PGaBtK anfängt, insofern, als Geldmenschen beschließen, dass der Störenfried die Stadt verlassen muss. Man weiß hinlänglich, dass es anders gekommen ist, und dass die Hauptfigur, im Grunde genommen beide Hauptfiguren, ins Gras beißen werden. Der Film kommt also nicht von der Spannung her. Er setzt mehr auf Stimmungen. Die werden vorgegeben durch die Bilder von John Coquillon und dem Soundtrack von Bob Dylan. Dieser verleiht der Inszenierung eine gelassene Note, sodass ich die blutspritzenden Ballereien nicht so garstig empfunden habe wie bei "The Wild Bunch". Es wird viel gestorben, mal sehr anrührend wie bei Chill Wills, unter den Klängen von "Knocking On Heaven's Door" und beweint von Katy Jurado. Meistens aber, ohne dass ich etwas dabei empfand, denn einen richtigen Bezug zu dem, was auf der Leinwand geschieht, habe ich nicht entwickeln können. Es fehlt mir etwas die Spannung, nicht unbedingt im Sinne von "thrill" oder "suspense", sondern Dichte. Keine Ahnung, wie ich das beschreiben soll. Auch sind mir Billy the Kid, seine Motivation und Handlungsweisen etwas fremd geblieben. Pat Garrets zwischen Opportunismus und Realismus anzusiedelndem Tun konnte ich, wennschon nicht gutheißen, so doch nachvollziehen.
So hat mich der Film nicht vollends überzeugen können, aber vielleicht ändert sich dies mit einem neuerlichen Anlauf in einiger Zeit.

6,5/10

http://www.imdb.com/title/tt0070518/?ref_=rvi_tt
mondegreen
Regisseur
Regisseur
Beiträge: 263
Registriert: vor 4 Monate

Re: Once Upon A Time In The West

Beitrag von mondegreen » vor 4 Monate

Die Geier warten schon [Showdown]
(George Seaton, 1973)

Dean Martin ist ein Bahnräuber, der in einem Ort Zuflucht sucht, in dem sein alter Kumpel Rock Hudson Sheriff ist. Beide sind in Hudsons Frau verliebt. Zuerst jagt der Gesetzeshüter den Flüchtigen, dann verbünden sich die beiden gegen eine dritte Partei. Das ist alles grundsolide mit guten Mimen und schnoddrigen Dialogen und unterhält ganz leidlich.

6/10

Die Geier warten schon
mondegreen
Regisseur
Regisseur
Beiträge: 263
Registriert: vor 4 Monate

Re: Once Upon A Time In The West

Beitrag von mondegreen » vor 4 Monate

Der Mann, der die Katzen tanzen ließ [The Man Who Loved Cat Dancing]
(Richard C. Sarafian, 1973)
Courtesy of Marshal Wolfe

Hat mich etwas an "The Hunting Party" erinnert, nur ohne den Sadismus. Optisch ein Leckerbissen mit wunderschön entspannter Musik von John Williams, konnte mich dieser Film streckenweise, aber nicht durchgängig für sich einnehmen. Von Sarafian gefiel mir "Man in the Wilderness" besser. Etwas habe ich mich darüber gewundert, dass es sich um einen FSK-18-Titel handelt, während "Ulzana's Raid" mittlerweile ab 12 durchgeht. Brutaler fand ich jenen nicht, aber ich weiß auch nicht genau, ob die Fassung, die ich gesehen habe, geschnitten war.

6,5/10

Der Mann, der die Katzen tanzen ließ
mondegreen
Regisseur
Regisseur
Beiträge: 263
Registriert: vor 4 Monate

Re: Once Upon A Time In The West

Beitrag von mondegreen » vor 3 Monate

Bild

Cahill U.S. Marshal
(Andrew V. McLaglen, 1973)

Eine Art Westernkrimi, bei der John Waynes Figur lange Zeit nicht im Bilde ist und dem eigentlichen Geschehen oft hinterher reiten muss. George Kennedy wird als Bösewicht viel Raum geboten, sich sehr fies zu gebärden. Das muss meist Waynes kleiner Filmsohn ausbaden, dem verschiedentlich Knarren und Messer ins Gesicht gehalten werden. Der Film hat seine spannenden Momente und auch ein paar Längen.

6,5/10

Geier kennen kein Erbarmen
mondegreen
Regisseur
Regisseur
Beiträge: 263
Registriert: vor 4 Monate

Re: Once Upon A Time In The West

Beitrag von mondegreen » vor 3 Monate

Santee
(Gary Nelson, 1973)

Weil ich zu wenig von Glenn Ford gesehen habe, schob ich diesen ein. Er passte chronologisch, obwohl er zu seinen schwächeren Western zählen dürfte. Ford ist ein Kopfgeldjäger, der den Sohn des Mannes unter seine Fittiche nimmt, den er in Notwehr erschossen hat. Der junge Mann namens Jody will in seine Fußstapfen treten, und als der örtliche Sheriff von derselben Gang getötet wird, die auch Fords Sohn auf dem Gewissen hat, schreitet er zur Tat, um die Bösewichte zur Strecke zu bringen. Dies wird (in 85 Minuten) etwas zu schnell erzählt, obwohl die meisten Szenen für sich eher etwas entschleunigt daherkommen. Die Motivation Jodys, den Sheriff auf eigene Faust zu rächen, konnte ich so nicht ganz nachvollziehen. Insgesamt ein mittelmäßiger bis solider Western mit einem allerdings gelungenen Ende.

5,5/10

Santee - Der Einzelgänger
mondegreen
Regisseur
Regisseur
Beiträge: 263
Registriert: vor 4 Monate

Re: Once Upon A Time In The West

Beitrag von mondegreen » vor 3 Monate

Bild

Chino [Valdez il mezzosangue]
(John Sturges, 1973)

Der letzte Western von John Sturges ist eine europäische Produktion und tanzt nicht nur deshalb etwas aus der Reihe. Ein ruhiger Film, ein sympathischer Film, obwohl ehrlich gesagt nicht besonders viel passiert, vor allem in der ersten Hälfte. Ich glaube, ich habe Charles Bronson noch nie lachen gesehen. Hier tut er es herzhaft, und es steht ihm gut. Nur einmal habe ich kurz zusammengezuckt, als die Liebesszene zwischen Bronson und Jill Ireland dadurch eingeleitet wird, dass beide einem Pferdepaar beim Kopulieren zugucken. Ansonsten aber: ein ruhiger Film, ein sympathischer Film, mit einem wehmütigen Schluss.

6/10

Wilde Pferde
mondegreen
Regisseur
Regisseur
Beiträge: 263
Registriert: vor 4 Monate

Re: Once Upon A Time In The West

Beitrag von mondegreen » vor 3 Monate

Bild

Mein Name ist Nobody [Il mio nome è Nessuno]
(Tonino Valerii / Sergio Leone, 1973)

Vorher war die große Frage: schaue ich auf deutsch oder englisch? Argument für 1: Terence Hill ist für mich einfach Thomas Danneberg. Argument für 2: Henry Fonda bleibt für mich Henry Fonda, sprich: meinen Lieblingsschauspieler muss ich im Original hören. Also entschied ich mich für folgenden Kompromiss: ich schaue auf deutsch, und wenn Fonda ins Bild kommt, schalte ich ins Englische. Das habe ich allerdings irgendwann aufgegeben, weil die englischen Synchronsprecher einfach nicht gut klingen. Über dieses sprachliche Hin- und Hergewechsele habe ich vermutlich den Einstieg in den Film verpasst. Oder die Story sagt mir einfach nicht zu. Die Handschrift von Sergio Leone (Idee, Produktion und Regie bei einigen Szenen) ist unverkennbar. Ennio Morricone zitiert Wagner und sich selbst. Der Versuch, klassischen, Spaghetti-Western und Italo-Westernkomödie zu vereinen, konnte mich bei der Erstsichtung noch nicht so begeistern.

7/10

Mein Name ist Nobody
mondegreen
Regisseur
Regisseur
Beiträge: 263
Registriert: vor 4 Monate

Re: Once Upon A Time In The West

Beitrag von mondegreen » vor 3 Monate

Berühre nicht die weiße Frau [Touche pas à la femme blanche]
(Marco Ferreri, 1974)

Hoppla, was ist denn hier los? Eine Satire über Custers berühmten "Last Stand" am Little Big Horn mit Schauspielern, die sich in zeitgenössischen (modernen) Kulissen bewegen. Der amerikanische Präsident heißt nicht Ulysses Grant, sondern Richard Nixon. Diese Anachronismen sind natürlich beabsichtigt. Die historische Handlung soll mit der gegenwärtigen politischen Lage verglichen werden. Beim Schauen dachte ich einmal kurz an den Skandal-Klassiker "Das große Fressen", und in der Tat ist dieser Film vom selben Regisseur und einem Großteil derselben Schauspieler kurze Zeit danach gedreht worden. Hat "Das große Fressen" heute vielleicht noch viel von seinem anarchischen Witz behalten und vermag noch zu provozieren, so bleibt hier für mich vieles bei der Absicht zu belehren und zu karikieren. Custer und Buffalo Bill als Knallchargen darzustellen, mag damals noch neu und provokant gewesen sein (Vermutung eines Nachgeborenen), nunmehr jedoch fand ich es auf Dauer etwas dürftig. Obschon die Idee, das Gefecht am Little Big Horn als große Sandkastenschlacht kindischer weißer Männer in einer Baugrube zu inszenieren, schon ziemlich stark ist.

5/10

Berühre nicht die weiße Frau
mondegreen
Regisseur
Regisseur
Beiträge: 263
Registriert: vor 4 Monate

Re: Once Upon A Time In The West

Beitrag von mondegreen » vor 3 Monate

Bild

Blazing Saddles
(Mel Brooks, 1974)

Westernkomödien haben es bislang immer schwer gehabt bei mir. Und so ist es auch hier. Wobei es damit zusammenhängen kann, dass ich "Blazing Saddles" in etwas bedrückter Stimmung geschaut und bestimmt manche Anspielung nicht verstanden habe. Dessen ungeachtet, wenn ich als Vergleich die Komödien von Zucker/Abrahams/Zucker nehme (etwa "Airplane!"), die zwar ein paar Jahre später kamen, deren Parodien aber ähnlich funktionieren mit einer Palette, die vom cleveren Meta-Humor bis zu anzüglichen Witzen reicht, dann finde ich, dass bei ZAZ nicht nur die Gagdichte, sondern auch die Trefferquote höher ist, jedenfalls für meinen Geschmack.

6,5/10

Der wilde wilde Westen
mondegreen
Regisseur
Regisseur
Beiträge: 263
Registriert: vor 4 Monate

Re: Once Upon A Time In The West

Beitrag von mondegreen » vor 3 Monate

Bild

Billy Two Hats
(Ted Kotcheff, 1974)

Hier kommen zwei Elemente zusammen, die auch die Gründe dafür sind, warum ich dieses Genre seit zwei Jahren begeistert durchpflüge: Toll gefilmte Naturkulissen: eine staubtrockene Prärie (der Film wurde in Israel gedreht), die einem förmlich die Kehle austrocknen lässt und die für herrliche klangliche Effekte sorgt, etwa wenn die Charaktere mit ihren Pferden da durch reiten oder per pedes hindurchstiefeln und mächtig Staub dabei aufwirbeln. Apropos Ton, ich hatte vorher eine TV-Aufnahme von dem Film, besorgte mir dann aber die DVD, weil ich Gregory Peck so gerne im Original höre, musste jedoch feststellen, dass er sich hier für die Rolle einen schottischen Akzent draufgeschafft hat. :lol:
Der Film hat gut ausgearbeitete Charaktere, man hält zu den beiden Hauptfiguren. Vielleicht hätte die Handlung etwas mehr Tempo vertragen. Daher eine etwas niedrigere Wertung. Ich kann mir vorstellen, ihn beim zweiten Mal etwas hochzustufen.

7/10

Begrabt die Wölfe in der Schlucht
mondegreen
Regisseur
Regisseur
Beiträge: 263
Registriert: vor 4 Monate

Re: Once Upon A Time In The West

Beitrag von mondegreen » vor 3 Monate

Bild

The Spikes Gang
(Richard Fleischer, 1974)

Wieder ein Adoleszenz-Western im Stil von "Bad Company", in dem drei Jugendliche von zuhause abhauen, um dem Traum vom freien Leben im Wilden Westen zu leben. Lee Marvin als alternder Bankräuber wird für das Trio der Mentor in Sachen Delinquenz. Marvin und die Jungdarsteller (u. a. Ron Howard) harmonieren prächtig. Der Film fängt leicht an mit komödiantischen Untertönen und wird zunehmend düsterer. Diese allmähliche Verschiebung ins Ernstere wird sehr überzeugend rübergebracht.

7,5/10

Vier Vögel am Galgen
mondegreen
Regisseur
Regisseur
Beiträge: 263
Registriert: vor 4 Monate

Re: Once Upon A Time In The West

Beitrag von mondegreen » vor 3 Monate

Zandy's Bride
(Jan Troell, 1974)

Sehr geerdeter Film über einen Farmer (Gene Hackman), der sich per Zeitungsannonce eine Ehefrau (Liv Ullmann) beschafft, die ihn unterstützen und ihm Söhne gebären soll. Wie in seiner "Auswanderer"-Saga schafft es Troell wieder, die Plackerei, die die Existenz als Pionier im Wilden Westen in erster Linie bedeutete, gut rüberzubringen. Hackman gibt den ungehobelten Unsympathen, an dessen Seite sich Ullmann erst den nötigen Respekt erarbeiten muss. Die Annäherung zwischen den Beiden gegen Ende des Films war für mich sogar etwas unangenehmer anzuschauen als die Spannungen und Demütigungen davor.

6/10

Zandys Braut
mondegreen
Regisseur
Regisseur
Beiträge: 263
Registriert: vor 4 Monate

Re: Once Upon A Time In The West

Beitrag von mondegreen » vor 3 Monate

Bild

Drei Halunken erster Klasse [Il bianco, il giallo, il nero]
(Sergio Corbucci, 1975)

Der Original- wie der deutsche Verleihtitel spielt eindeutig auf "Zwei glorreiche Halunken" an. Da einer der drei Halunken ein japanischer (Möchtegern-)Samurai ist, gibt es auch Anklänge an "Soleil Rouge". Aber das Ganze ist natürlich heruntergestimmt als Klamotte, und gerade Tomas Milian als fortwährend stammelnder Kotau-Asiate ging mir gehörig auf die Nerven. Die Zeitschrift "Variety" urteilte damals scharf: "Eine Komödie, deren Buch und Regie die Ansicht verrät, daß die Intelligenz des Publikums sich in einer rückläufigen Entwicklung bedrohlichen Ausmaßes befindet."

5/10

Drei Halunken erster Klasse
mondegreen
Regisseur
Regisseur
Beiträge: 263
Registriert: vor 4 Monate

Re: Once Upon A Time In The West

Beitrag von mondegreen » vor 2 Monate

The Last Day
(Vincent McEveety, 1975)

Dieser TV-Western über die Dalton-Gang versammelt einige bekannte Schauspieler, darunter Richard Widmark und Tom Skerritt, ist aber recht mittelmäßige Ware von der Stange, die mir nichts bieten konnte, was ich woanders nicht schon mal (besser) gesehen habe.

5/10

Der letzte Ritt der Daltons



Ich kämpfe niemals wieder (I Will Fight No More Forever)
(Richard T. Heffron, 1975)
Courtesy of Marshall Wolfe

Ebenfalls ein TV-Western. Hat optisch eigentlich nicht viel zu bieten und ist mitunter hölzern gespielt. Aber die Dringlichkeit des Sujets - die Vertreibung des letzten frei lebenden Indianerstammes durch das US-Militär - bringt der Film gut und glaubhauft rüber, v. a. in den moralischen Reflexionen des Generals Howard (James Whitmore), der sich zwar der Pflicht seines Befehls beugt, gleichzeitig aber die Rechtmäßigkeit in Zweifel zieht.

6/10

Ich kämpfe niemals wieder
Zuletzt geändert von mondegreen am 24.05.2018, 15:16, insgesamt 1-mal geändert.
mondegreen
Regisseur
Regisseur
Beiträge: 263
Registriert: vor 4 Monate

Re: Once Upon A Time In The West

Beitrag von mondegreen » vor 2 Monate

Bild

Bite the Bullet
(Richard Brooks, 1975)

Bei dem deutschen Titel hatte ich vermutet, dass es um einen Viehtreck geht. Das Thema ist aber ein episches Pferderennen mitten durch Wildnis und Wüste. Besonders haben mir immer die Szenen zwischen den Etappen gefallen, wenn die einzelnen Reiter charaktisiert werden und sie über Gott und die Welt parlieren. Wie bei einem 700-Meilen-Rennen gibt es hier auch zwischendurch mal Längen, aber Autor/Regisseur Richard Brooks schafft es, seinen Zossen leicht und ungefährdet ins Ziel zu bringen.

8/10

700 Meilen westwärts
mondegreen
Regisseur
Regisseur
Beiträge: 263
Registriert: vor 4 Monate

Re: Once Upon A Time In The West

Beitrag von mondegreen » vor 2 Monate

Bild

Posse
(Kirk Douglas, 1975)

Es ist reizvoll, sich zu fragen, wohin einen dieser Film führen wird. Der Anfang der Handlung wirkte auf mich noch recht konventionell: eine Posse auf der Jagd nach einem Gangster. Dann schlägt der Film eine Volte, und die Bühne wird bereitet für ein schmieriges Polit-Theater, mittendrin Regisseur, Produzent und Darsteller Kirk Douglas als Marshal, der die Gefangennahme des Outlaws für seine Ambitionen auf den Senator-Posten instrumentalisiert. Doch es folgt die nächste Volte. Dies ist unterhaltsam, wenn auch plakativ. Bruce Dern als gerissener Schelm ist sehr gut, seine Gegenspieler agieren mitunter vielleicht etwas zu naiv.
P. S.: Wer mal einen Blick auf eine gruselige Biografie werfen möchte, kann sich den Wiki-Eintrag über den hier einen Journalisten spielenden James Stacy durchlesen: https://en.wikipedia.org/wiki/James_Stacy

6,5/10

Männer des Gesetzes
mondegreen
Regisseur
Regisseur
Beiträge: 263
Registriert: vor 4 Monate

Re: Once Upon A Time In The West

Beitrag von mondegreen » vor 2 Monate

Bild

Verdammt zu leben - verdammt zu sterben [I quattro dell'apocalisse]
(Lucio Fulci, 1975)
- geschnittene Fassung -

Von Lucio Fulci als Filmemacher habe ich bislang nicht gerade das beste gehört. Der Titel ist denn auch aus einem anderen Grund auf meine Liste gewandert. Er basiert auf der Kurzgeschichte "The Outcasts of Poker Flat" des US-Autors Bret Harte. Zuvor hatte ich eine Verfilmung von 1937 (die war aber nichts) und, als Vorbereitung auf diesen Film, eine weitere mit Anne Baxter aus dem Jahr 1952 (die war ganz gut) gesehen. Hier bei dieser Adaption werden noch Elemente einer weiteren Harte-Story zugefügt. Das Ergebnis ist aber sehr krude. Manches wirkt sehr inkohärent und ein paar Szenen in der ersten Hälfte sind komplett isoliert von dem Narrativ. Darunter eine kurze Folterszene, die bar jeden Bezugs und jeder Motivation noch abstoßender wirkt. Inwieweit die 16er-Schnitt-Fassung, die mir zugrunde lag, dafür verantwortlich ist... schwer zu sagen. Auf jeden Fall wird aus der Vorlage zu wenig herausgeholt. Nur die Filmmusik und die Sequenz in einem verschneiten Bergminen-Nest, in dem ein Kind zur Welt kommt, verströmen etwas menschliche Wärme in einem weitgehend seelenlosen Film.

3,5/10

Verdammt zu leben - verdammt zu sterben
mondegreen
Regisseur
Regisseur
Beiträge: 263
Registriert: vor 4 Monate

Re: Once Upon A Time In The West

Beitrag von mondegreen » vor 2 Monate

Zwiebel-Jack räumt auf [Cipolla Colt]
(Enzo G. Castellari, 1975)

In etwa wie ein Terence-Hill-Bud-Spencer-Film, nur ohne Terence Hill und Bud Spencer. Sehr comicartiger Humor, kompetent gemacht, interessante Ideen und Figuren, nur leider ergibt er sich zu oft dem Klamauk. Und ich bin nun mal eher jemand, der zum Lachen in den Keller geht (oder um seinen Ersatzschlüssel zu suchen...).
Interessant finde ich, dass auf der Wikiseite zu dem Film ein Zitat aus Moviemaze verlinkt ist (der Link funktioniert natürlich nicht mehr) von einem Florian Tritsch. Falls jemand das hier mitliest, war das jemand aus dem alten Forum?

5,5/10

Zwiebel-Jack räumt auf
Antworten